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Überfischung: Könnten die Ozeane jemals ohne Fische sein?

Overfhising

Stell dir eine Welt ohne Fische vor. Leere, tote Ozeane. Das könnte leicht das Ende unserer Spezies bedeuten. Aber ist das überhaupt möglich? Könnten die Ozeane jemals ohne Fische auskommen?

Im Jahr 2006 wurde eine umstrittene wissenschaftliche Studie mit dem Titel „Impacts des Biodiversitätsverlusts auf Ozean-Ökosystemdienstleistungen“ im Journal „Science“ veröffentlicht. Und es dauerte nicht lange, bis sie die Medienwelt im Sturm eroberte. Das liegt vielleicht an ihrer pessimistischen – wenn nicht sogar schrecklichen – Prognose, dass unsere Ozeane bis zum Jahr 2048 ohne Fische sein könnten. Auch die beliebte Dokumentation „Seaspiracy“ geht auf die Prognose ein, um die Zuschauer dazu zu bewegen, ihren Fischkonsum zu reduzieren oder sogar zu eliminieren. Auch wenn das Jahr 2048 uns derzeit weit weg erscheint, sind Überfischung und andere Ursachen für den Rückgang der Fischpopulationen bereits heute ein akutes Problem.

Hauptursachen für den Rückgang der Fischpopulationen:

  1. Konkurrenz um Wasser;
  2. Veränderung des Lebensraums;
  3. Verschmutzung;
  4. Einführung exotischer Arten;
  5. Kommerzielle Nutzung (Überfischung)

Du hast vielleicht von letzterem (kommerzielle Nutzung) als „Überfischung“ gehört. Doch was bedeutet ‚Überfischung‘ eigentlich genau?

Überfischung Definition

Der Begriff „Überfischung“ ist ziemlich selbsterklärend. Es handelt sich um die Entnahme einer Fischart aus einem Gewässer in einem Tempo, das es nicht aufstocken kann. Dies kann zu einer Unterpopulation führen, wenn nicht sogar zu Aussterben.

Beispiel: Überfischung

Um das Thema etwas klarer zu machen, stell dir einen See mit einer ausgewogenen Vielfalt an Fischarten (z.B. Karpfen, Barsch etc.) vor. Ein nahegelegenes Dorf überlebte Tausende von Jahren dank dieses Sees. Die Einheimischen fingen genug Fische, um ihre Familien zu ernähren, ohne die Fischpopulation zu gefährden.

Jahre später zielt ein großes Fischereiunternehmen auf den See ab und beginnt eine der Arten zu fischen – sagen wir den Karpfen. Es dauert nicht lange, bis der Karpfenbestand im See abnimmt. Die Fische werden gefangen, bevor sie die Chance haben, sich zu vermehren. Dies beeinträchtigt die Biodiversität des Sees, da der Lebenszyklus eines Fisches mit dem eines anderen verflochten ist. Den Einheimischen fällt es schwer, Fische zu fangen, um ihre Familien zu ernähren, und das große Fischereiunternehmen zieht weiter zum Überfischen eines anderen Sees

In der Regel werden dabei nicht nachhaltige Fischfangmethoden angewendet, die neben dem Karpfen auch eine Vielzahl anderer Fischarten einfängt und/oder tötet.

Überfischungsstatistiken: Sind unsere Ozeane in Gefahr?

Die Frage, ob unsere Ozeane in Zukunft ohne Fische auskommen könnten, ist ziemlich knifflig, und Meeresbiolog:innen sind sich nicht ganz einig darüber. Aber vielleicht stellen wir uns die ganze Zeit die falsche Frage. Die Frage ist nicht, ob unsere Ozeane in naher Zukunft erschöpft sein werden. Wenn dies der Fall ist, dann gibt es wenig Hoffnung für uns. Die eigentliche Frage sollte lauten: Praktizieren Unternehmen immer noch Überfischung? Wenn ja, ist das wirklich ein Problem? Der Bericht der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) aus dem Jahr 2020 besagt, dass „34% der Fischbestände der Meeresfischerei der Welt im Jahr 2017 als überfischt eingestuft wurden“. Heute gelten schon bis zu 60% der weltweiten Fischbestände als überfischt. Darunter leidet nicht nur das Ökosystem, sondern auch die ca. 3 Milliarden Menschen weltweit, die auf die Ozeane als Nahrungsquelle angewiesen sind.

Im Jahr 2019 stellte ein Bericht der Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES) fest: „Die Gesundheit von Ökosystemen, von denen wir und alle anderen Arten abhängig sind, verschlechtert sich schneller als je zuvor. Wir untergraben die Grundlagen unserer Wirtschaft, Lebensgrundlage, Lebensmittelsicherheit, Gesundheit und Lebensqualität weltweit“.

Doch nicht nur Salzwasserfische sind in Gefahr. Auch die Populationen wandernder Süßwasserfische ist seit 1970 um 76% gesunken, wobei große Fische in den meisten Flüssen praktisch ausgelöscht wurden. Überfischung, Verschmutzung und Klimawandel werden als Hauptbedrohungen für die Populationen von Süßwasserfischen genannt.

Pflanzlicher Fisch: Warum du zu Revo™ Fisch wechseln solltest

Überfischung ist ein globales Problem, das sowohl Salz- als auch Süßwasserfische betrifft. Aber was können wir dagegen tun? Viele Menschen haben sich dafür entschieden, Fisch und Meeresfrüchte in ihrer Ernährung zu reduzieren oder sogar zu eliminieren, um die Nachfrage danach zu senken. Doch nicht jedem fällt es leicht, auf den gewohnten Geschmack von Fisch zu verzichten. Wir von Revo foods wollen den Verzicht auf Fisch erleichtern und widmen uns daher der Entwicklung pflanzlicher Alternativen, die mindestens genauso gut schmecken wie echter Fisch.

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