Fischfangmethoden und Überfischungspraktiken
Du hast sicher schon von Begriffen im Zusammenhang mit Überfischung gehört. Aber welche nicht nachhaltigen Fischereipraktiken führen zur Überfischung und was können wir tun, um das Leben im Meer zu schützen? Lass uns eintauchen!
Warum ist Fischen nicht nachhaltig?
Der Fischfang selbst schadet den Meeren nicht direkt. Problematisch wird es allerdings, wenn zu viele Fische einer Art auf einmal gefangen werden, so dass der Fischbestand keine Zeit hat, sich zu erholen. Diese Praxis wird als Überfischung bezeichnet. Bestimmte nicht nachhaltige Fischereimethoden können Ökosysteme wie Korallenriffe zerstören und das Überleben verschiedener Arten gefährden.
Arten von nicht nachhaltigen Fischfangmethoden
Es gibt verschiedene Fischfangmethoden, die zur Überfischung beitragen. Wir geben einen Überblick über die gängigsten Überfischungsmethoden und ihre Auswirkungen.
- Grundschleppnetzfischerei
- Langleinenfischerei
- Zyanidfischerei
- Sprengstofffischerei
- Geisterfischen
- Beifang
Grundschleppnetzfischerei
Bei der Schleppnetzfischerei (auch „Schleppen“ genannt) wird das Fischernetz entlang des Meeresbodens gezogen, um alle dort lebenden Meerestiere zu fangen. Dies geschieht normalerweise in internationalen, unregulierten Gewässern mithilfe von sogenannten Fischtrawlern. Diese Fischfangmethode wird in der Regel von großen Fischereiunternehmen bevorzugt, da sie große Mengen Fisch auf einmal fängt.
Die Grundschleppnetzfischerei wird als besonders schädlich eingestuft, da sie nicht in der Lage ist, bestimmte Arten gezielt anzusteuern. Neben den gewollten Fischen landen dadurch häufig auch Jungfische, Schildkröten und ungenießbare Arten versehentlich gefangen und getötet. Hinzu kommt, dass die schweren Netze den Meeresboden und damit die Lebensräume vieler Meeresbewohner zerstören.
Langleinenfischerei
Die Langleinenfischerei ist eine Fischfangmethode, bei der an einer Hauptleine viele Nebenleinen mit Köderhaken angebracht werden. Diese Leinen können beeindruckende Längen von bis zu 130 Kilometern erreichen. Doch trotz ihrer Effizienz birgt diese Technik erhebliche Probleme. Die Zielfischarten sind oft bereits stark überfischt, und die Beifangrate ist extrem hoch. Dies führt zu ökologischen Ungleichgewichten und bedroht die Existenz vieler Meeresbewohner.
Zyanidfischerei
Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei dieser Fischfangmethode um das Versprühen einer Zyanidmischung in den Lebensraum von Fischen, um sie zu betäuben und lebend zu fangen. Die Zyanidfischerei schadet nicht nur der Ziel-Population, sondern auch allen nahegelegenen Meeresorganismen. Die Zyanidfischerei ist in den meisten Ländern illegal und laut WWF ein bedeutender Beitrag zur Überfischung aufgrund ihrer Auswirkungen auf ganze Meereslebensräume. Es sei erwähnt, dass die Zyanidfischerei hauptsächlich von der internationalen Aquarienbranche genutzt wird, nicht von Fischereiunternehmen.
Sprengstofffischerei
Die Sprengstofffischerei ist so brutal wie sie klingt. Auch als „blast fishing“ oder „fish bombing“ bekannt, ist die Sprengstofffischerei eine Überfischungsmethode, bei der Sprengstoffe verwendet werden, um ganze Fischschwärme auf einmal zu betäuben oder zu töten. Eine Explosion kann auf einmal bis zu 400 kg Fisch töten! Diese Fischfangmethode ist in vielen Teilen der Welt illegal, findet jedoch weiterhin in isolierten Regionen statt. Die Sprengstofffischerei stört das Nahrungsnetz eines gesamten Ökosystems und führt gleichzeitig zur Zerstörung von Korallenriffen. Doch nicht nur für die Meerestiere ist die Fischfangmethode gefährlich. Sie führt auch bei Menschen jedes Jahr zu einer großen Anzahl von Verletzungen.
Geisterfischen
Geisterfischen bezieht sich nicht auf eine tatsächliche Fischfangmethode, sondern auf die Auswirkung nachlässiger Fischereipraktiken. Wenn ein Netz oder eine andere Art von Fanggerät im Meer zurückgelassen oder verloren wird, verfangen sich weiterhin Meereslebewesen darin. Geisterfischen ist also eine Fischfangmethode, von der niemand einen Vorteil hat, weder Fischer, noch Fische.
Beifang
Beifang ist keine eigenständige Fischfangmethode, sondern vielmehr eine Folge der bereits genannten Überfischungspraktiken. Beifang bezieht sich auf das unbeabsichtigte Fangen von Fischen oder anderen Meeresorganismen, die nicht das Hauptziel des Fischfangs darstellen.
Besonders bei den nicht-nachhaltigen Fischfangmethoden Schleppnetz- und Sprengstofffischerei werden häufig Meerestiere versehentlich gefangen und/oder getötet. Unzählige Delfine, Haie, Meeresschildkröten und andere Tiere werden „geopfert“, um eine bestimmte Fischart zu fangen.
Überfischung beenden mit veganem Fisch
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